augenblick
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Franz Reichle hat mit 'Augenblick' eines der ungewöhnlichsten Werke präsentiert. Sein Film um zwei junge Menschen, die sich in bewegter Zeit gefunden, geliebt und auch gestritten hatten, die - nach gewaltsamer Beruhigung ihrer gemeinsamen Sache - auseinandergingen und neue Wege und Lebensinhalte suchten und jetzt in den Tag hineinleben, jedem Augenblick die Erfüllung ihrer Sehnsüchte abtrotzend, ist in Form und Gestaltung überraschend: Reichle stemmt sich gegen herkömmliche Sehweisen, verhält sich fast anarchisch zu dramaturgischen Regeln. Seine Optik ist von inneren Vorgängen her geprägt. Es sind mehr Empfindungen als Ereignisse, die durch die Bilder transportiert auf der Leinwand erscheinen. Der Film gehört zu den wenigen Werken, die Filmsprache aufzubrechen, zu erweitern suchen.
Urs Jäggi in 'Zoom-Filmberater' März 1986

Schweiz 1986. Experimental-Spielfilm, 16mm,
Farbe und Schwarz-Weiss, 78 min.
Versionen: Originalversion Deutsch.
Deutsch mit französischen Untertiteln

Buch, Regie Franz Reichle, Kamera Dörte Eissfeldt, Ton Martin Witz, Musik Pyrolator und Der Plan, Ausstattung und Installationen Marie-Cathérine Lienert, Montage Franz Reichle und Kathrin Plüss, Darsteller Nathalie Buffat, Kriton Kalaitzides u.a.,
Produktion Franz Reichle.

Auszeichnung: Studienprämie des Schweizerischen Bundesamtes für Kultur.

Festivals: Solothurn, München Festival des Europäischen Films, Locarno, Leipzig, Créteil.
franzreichle.ch